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Linden Lab hat eine erste öffentliche Betaversion seines nächsten Viewers bereitgestellt: der sog. Viewer 2 zeichnet sich durch Überarbeitungen am User Interface und bei der Navigation aus. Wirklich interessant ist die verbesserte Integration von Webseiten, Video und anderen Medien (»media on a prim«), die auch YouTube-Videos und Flash-Spiele umfasst: Das zweite Video zeigt das neue User Interface und die neuen Menüs - weitere Videotutorials gibt es bei YouTube. Die Release Notes geben einen Überblick über die gesamte Betaversion. |
bisschen Senf dazu?
von Kai Ludwig
am 24. Feb
um 12:41 Uhr
Schön daran ist, dass die Entwicklungen (wenn es auch leider nur wenige sind) wenigstens auch sofort in die anderen offenen OpenSimulator-Viewer einfliessen werden. Zumindest, wenn der SL-Viewer 2.0 immer noch Open Source ist, was er aufgrund der GPL-Lizenz des zugrundeliegenden SL 1.xx Viewers aber definitiv sein muss. Wenn man die Zeit in Betracht zieht, die LL für die Entwicklung der 2.0 Version (die auf der Basis der Featureliste aber eigentlich keine Erhöhung der Hauptreleasenummer erlaubt) benötigt hat, ist die Ausbeute eher dünn: Eine nette Zuarbeit für den offenen Viewer Entwicklungsprozess, die auch den OpenSimulator-Viewern zu Gute kommt, aber keine Revolution. Und keine wesentlichen Funktionserweiterungen am monolitischen Servercode, da ist auch nichts mehr zu erwarten. @LL: Trotzdem ein Dankeschön! Aber macht bitte nicht so einen extremen Wind darum, hier wurde keinesfalls die Kernfusion endeckt. Wenn ihr wirlich einen Knaller braucht, fragt mal unsere Experten. Wir können euch da defintiv in die Zukunft helfen. von Kai Ludwig
am 25. Feb
um 13:59 Uhr
Ich finde, die auf SLTalk / Avameo http://www.avameo.de/index.php/2010/02/24/das-3d-internet-saugt-das-2d-internet-in-sich-auf/#comment-56540 sich anbahnende Technologiediskussion ist wichtig, daher spiegele ich sie nach hier (zwei Teile wegen der technischen Kommentarlängenbegrenzung): —————————————————————————————————————————- Drei Jahre für die Einbindung einer fertigen Bibliothek, nebenbei etwas GUI-Kosmetik, und zwei neue Funktionstexturen für den Avatar. Das wars bzgl. der neuen Version. Das nenne ich allerdings eine Leistung und hier findet die eigentliche und meist verkannte Bedeutung des Begriffes “Quantensprung” endlich mal ein schönes Beispiel. Natürlich ist es schön, dass Linden Lab endlich mal wieder etwas am Viewer getan hat und mit dem Thema “Shared Media” kann man auch mit Sicherheit eine Menge anfangen. Das stelle ich auch gar nicht in Frage. Aber man sollte die dahinterstehende Entwicklungsleistung doch eher korrekt als mickrig und total überbewertet einschätzen. Ein bezahlter C++ Programmierer erledigt das aber mal locker in < 1 Personenmonat. Schön ist es aber trotzdem. Da ja der Viewer auch in der Version 2.0 immer noch Open Source ist (sein muss, weil er ja aus dem GPL-Lizensierten 1.x Viewer hervorgegangen ist), kommt die Entwicklung mit Sicherheit in Kürze auch dahin wo sie wirklich hingehört: In die offenen OpenSimulator-Viewer, die mit dem ebenfalls offenen OpenSimulator (der übrigens entgegen einem falschen Artikel in Zeit-Online NICHT von Linden Lab entwickelt wurde) in Zukunft wohl als Paketlösung aus 3D-Internetbrowser und universellem modularem 3D-Anwendungsserver das Rückgrat des 3D-Internet bilden werden. Grüße, Ansonsten muss ich Dir durchaus recht geben. Wir haben lange gewartet und der geschätzte IT-Aufwand, ist, denke ich, überschaubar. Obwohl ich Andererseits denke, dass die Sache nicht ganz so trivial ist. In unseren ersten Experimenten stellt sich nämlich u.a. auch die Security-Frage. Was passiert, wenn ich mich in Second Life durch den avatargeteilten Browser auf einer Social Media-Plattform wie XING oder Facebook eingeloggt bleibe, aber just in diesem Moment mein SL-Client abraucht. Prinzipiell kann dann jeder vorbeilaufende Avatar meine Session übernehmen. Ich denke, dass hier entsprechende Entscheidungsprozesse bei Linden Lab notwendig waren, um zu entscheiden, ob man diesen Schritt gehen will oder nicht. Das hat dann nix mit Manntagen für die Implementierung zu tun. Zudem wurden für diesen Zweck auf diverse Berechtigungsfunktionen eingebaut. Du siehst also, dass ich Linden Lab ein wenig Rückendeckung gebe Und dazu eine Frage an Dich. Warum, wenn es nur ein Mannmonat ist, wurde dieses Feature nicht schon längst in die OpenSimulator bzw. den OpenSimulator eingebaut? Aber ich erahne bereits Deine Antwort: Prioritäten und Ressourcen, oder? LG, Andreas von Kai Ludwig
am 25. Feb
um 14:00 Uhr
Und hier der zweite Teil: “Was passiert, wenn ich mich in Second Life durch den avatargeteilten Browser auf einer Social Media-Plattform wie XING oder Facebook eingeloggt bleibe, aber just in diesem Moment mein SL-Client abraucht. Prinzipiell kann dann jeder vorbeilaufende Avatar meine Session übernehmen.” “Warum, wenn es nur ein Mannmonat ist, wurde dieses Feature nicht schon längst in die OpenSimulator bzw. den OpenSimulator eingebaut?” von Kai Ludwig
am 25. Feb
um 14:01 Uhr
Und der der Dritte: ... Grüße, von Kai Ludwig
am 02. Mar
um 18:00 Uhr
Aus der Diskussion auf SLTalk ergab sich noch eine interessante Zusammenfassung: Bei dem im SL 2.0 Viewer verwendeten Ansatz werden nur die durch den jeweiligen Klick als nächstes ausgelösten URLs vom Server auf alle beteiligten Clients synchronisiert. Genau wie die Media-URL bei allen Teilnehmern gleichzeitig ein Video antriggert. Dies führt zu folgendem Verhalten: Die Beobachtung, dass man nicht sieht, was die anderen Benutzer in irgendwelche Eingabefelder eintippen, stimmt damit überein. Es werden ja keinerlei Daten zwischen zwischen den SL Clients synchronisiert, der SL-Server wechselt nur die URLs und die Webapplikation macht da auch nichts. Deshalb passiert da auch nichts. Abschliessendes Beispiel: Keiner sähe, was ich in das hier liegende Kommentarfeld eintippe (tuts im Flachweb ja auch nicht), bis ich auf Submit drücke. Dann wird aber die URL neu angefordert (alle Viewer bekommen das vom SL Server gesagt) und alle diese Seite auch sehenden SL Clients bekommen nach dem Reload dann den fertigen Kommentar zu sehen, da die SLTalk-Webseite diesen ja dann für alle darstellt.
Das von LL gewählte Konzept besticht durch seine Einfachheit. Es ist ungefähr so simpel implementiert, wie damals die Idee mit den Sculpties (einfach eine neue synchronisierte Texture und den Rest erledigt der Viewer) und bringt trotzdem eine erhebliche zusätzliche Funktionalität. zurück zu IT&W
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