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::: 08. December 2008
:: Memories of Felagund (1) Von Janos Nibor (Lenwë Eledhwen), übertragen von Nose Mann, bebildert von Roko Johin Kapitel 1 – Felagund und der Grid 19. Januar 1907: Es mag eigenartig, nein, sogar beängstigend klingen, aber Felagund und all die Inseln, die es umgeben, sind vulkanischen Ursprungs. An genau dem Ort, wo ich hier gestrandet bin und nun seit zwei Jahrzehnten lebe, erhob sich einst ein mächtiger Vulkan - weit höher als man es heute vermuten würde. Doch Elfen gab es damals noch nicht, nicht hier zumindest. Sie kamen erst gegen 800 n.C. auf diese Insel. Wohl aber gab es die Makukken, ein Volk von kleinwüchsigen Seefahrern, die schon seit über zwei Jahrtausenden die nördlichen Meere erforschen und kartographieren. Und so berufe ich mich im Folgenden auf die Aufzeichnungen des Elfen Gebris Breon, von seinen Mitelfen mehr oder weniger liebevoll „der Hobbit“ genannt. Bis heute weiss ich leider nicht, was der Name bedeutet. Vielleicht weil er nicht größer war als ein Durchschnitts-Makukke, pflegte er als einziger Elf engen Kontakt zu diesen kleinwüchsigen Seefahrern. Er sammelte in seinem Erdhügelhaus alle Unterlagen, die er diesen gewitzten Gaunern abluchsen konnte. Manchmal im Tausch gegen Gold, aber nicht selten auch für sehr befremdliche Gefälligkeiten. Dazu aber später mehr. Ich gebe zu, dass ich mich mit Gebris, obwohl dieser seit Ewigkeiten dahingeschieden ist, am ehesten verstanden hätte: ebenso ein Sammler wie ich, verrückt nach Wissen und kuriosen Geschichten, doch bisweilen ein schlechtes Händchen bei der Auswahl seiner Frauen. Er war es, der als erster Elf das Geheimnis des mystischen Grids zu ergründen versuchte. Denn auch er fragte sich, was mit den vielen Vulkanen auf der Inselgruppe rund um Felagund geschah, die einst mehr als aktiv waren. Also hier seine Theorie - sie klingt, so unheimlich und befremdlich sie sein mag, für mich plausibel. Aus den Aufzeichnungen des Elfen Gebris Breon, ca 1218 n.C.: „Gibby Ibby, mein Makukken-Vertrauter, kam heute mit dem entscheidenden Beweis, der meine Theorie bestätigt, aus Mak zurück! Nun endlich bin ich mir sicher, über Felagund und den Grid: ein riesiges Stück Land, vielleicht sogar ein ganzer Kontinent, wurde etwa im Jahre 16557 (ca. 450 n.C., d. Übersetzer) aus der Oberfläche der Erde gerissen, und an einen anderen Ort gebracht - oder gar in eine andere Welt?! Die Erdmasse wurde jedenfalls offenbar nur wenige Meter unter der Oberfläche wie mit einem Messer abgetrennt. Wie groß das Gebiet war, weiss bis heute niemand, aber es gibt Gerüchte, die besagen, es habe eine quadratische Form gehabt. Dennoch, sicher ist das keinesfalls. Selbst der wohl bekannteste Makukken-Historiker Ebron Bron konnte mir keine näheren Auskünfte darüber geben, obwohl ich ihn mit etwas ganz besonderem dazu »überreden« wollte: eine Nacht mit Prinzessin Alana-Le. Entweder weiss er wirklich nicht mehr, oder ist ein »Gewandelter«, denn kein normaler Makukken-Mann hätte dieses Angebot ausgeschlagen. Immerhin belegen die Unterlagen, die Gibby mir brachte, dass ich Recht hatte, meine Theorie richtig ist! Und das macht mir mehr als nur Angst. (hier verstrickt sich Gebris in mehrseitige Abhandlungen über sein Eheleben. Das möchte ich den Lesern vorerst gern ersparen, also weiter an einer relevanten Stelle) „… geheiratet habe! Ähm, ja, wie dem auch sei, Felagund verlor an dem Tag, als der Grid entstand, nicht nur seinen Vulkan, sondern auch ein Drittel seiner Landmasse. Der Schlot des Feuerberges stürzte in sich zusammen und riss rings umher tiefe Gräben mit sich, tief hinunter bis auf den Meeresboden. Es scheint, als verschloß der darauf folgende Einsturz das nun bodenlose Loch, durch das das feurige Gestein abfloß, als plötzlich die Verbindung zum Erdinneren fehlte. Und so gab es nun, statt eines Vulkans, vier kleine Inseln, und ein großes Loch in deren Mitte, so leer und hohl wie der Kopf meiner geliebten Fr…“ Auch der Rest seiner Aufzeichnungen tut nur noch wenig zur Sache, und behandelt ausschließlich private Angelegenheiten. Darum schließe ich dieses Kapitel hier, mit ein paar Antworten im Kopf, und dafür noch mehr Fragen. Doch wenn es die Elfen nicht schafften sie zu lösen, bin auch ich mit meinem Latein am Ende. Wie es allerdings mit Gebris und Moira weiter geht, ist kein Geheimnis, denn ihrer Geschichte widme ich das Kapitel Zwei meines Buches, rund um dieses sonderbare Paar, und das Erdhaus, in dem sie wohnten. Quelle: {quelle} | von Case am frühen Nachmittag 0x Senf , 424x besichtigt | aus: Geschichten aus Finis Terrae | Permalink | Liebe Redaktion...
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