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Version 10 seit 2001, darin nun 706 Beiträge und 572 Kommentare. Nichts ist wichtig, dazu ist die Welt zu gross.

::: 30. August 2010

 :: The Old Fart Competition (59) 

Fred Lincoln „Link“ Wray Jr. gelang es 1958, mit seinem Stück “Rumble” auf Platz 16 in den Billboard Hot 100 zu klettern und von etlichen Radiostationen boykottiert zu werden - ein seltenes Schicksal für ein Instrumental… Gefunden beim SWR:

   

In der Mitte ein OFC-Beitrag des Cartoonist zu einem der ganz frühen Vorläufer des Punk aus dem Jahre 1960: Rudi Carrell mit “Wat een Geluk”. Mit diesem Lied erreichte Carrell beim Eurovision Song Contest 1960 für die Niederlande den zwölften und damit vorletzten Platz - hinter ihm landete nur Camillo Felgen für Luxemburg. Mein Beitrag (rechts) besteht aus dem Partyklassiker “Don’t Ha Ha”, mit dem Casey Jones (Brian Cassar) & the Governors u.a. im StarClub sehr erfolgreich waren. Vor diesem Hit zeigte Brian Cassar seine Talente in mehreren Folgen der TV-Serie “Maigret”. Heute lebt Casey Jones in Unna.

Quelle: {quelle}  |  von majo am späten Nachmittag  2x Senf , 201x besichtigt |   aus: Old Fart Competition II   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

 :: Ballade vom Tschurifetzen 

Der Zillichpeter aus Kölle hat mich verdienterweise darauf aufmerksam gemacht, dass auch andere Leute einen Haufen seltsames Zeug unter ihren Bett finden - oder halt nicht:

hier ist der Danzergeorg mit seiner österreichischen Ballade vom unterm Bett versteckten Tschurifetzen. Was ein Tschurifetzen ist, wird in der Ballade detailliert und nicht sehr kompliziert erklärt.  Aus nachvollziehbaren Gründen verstecke ich den Link im Anhang, quasi unter dem Teppich.

Hier geht's weiter...

Quelle: {quelle}  |  von majo am Nachmittag  0x Senf , 87x besichtigt |   aus: Things I found under my bed   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

::: 29. August 2010

 :: Schlingensief 

Rainer über das schlimme Schicksal, im Tode von Heuchlern gefeiert zu werden: und wenn der es sich erlauben kann, nichts zu Christoph Schlingensief zu schreiben, dann darf ich als temporärer konkomitierender Teil der “Mülheimer Mafia” (Helge Schneider, Schlingensief, Nekes und dergl.) doch wohl erst recht nicht! Also schreib ich nichts zu seinem Tod:

den Schlingensief hab ich gefürchtet, weil ich um meine damalige Frau (die) gefürchtet habe, wenn der in der Nähe war. Ich erinnere mich, dass er simultan mit einer 18jährigen und einer 20jährigen sowie deren beider Mutter liiert war, in dieser Zeit damals. Alles lag diesem liebenswerten Charmeur zu Füssen, wie einer Katze, von der man sich selig lächelnd geduldig zerkratzen läßt. Er sah sich damals noch nicht so richtig als Künstler, eher als Ausprobierer (und ich meine jetzt nicht nur die Frauen!), assistierte bei Nekes’ Filmen. Dann kam sein erster eigener: “Tunguska – Die Kisten sind da”, ein völlig beklopptes Durcheinander um die Explosion in Sibirien, mit einem völlig bekloppten Alfred Edel (eine Art Kinski in dick). Ich erinnere mich, dass wir sehr sehr oft in der Mülheimer Fussgängerzone beim Italiener saßen, und ich mich ständig fragte, ob Helge oder Christoph verrückter waren, und was ich da verloren hätte; Nekes fragte sich das wahrscheinlich auch gelegentlich. Werner Nekes und seine Frau Dore O. waren für die Weintränkung der “Mafia” und die kalte Pizza am Morgen zuständig, und Werner war natürlich die dunkle Sonne, um die wir “minor moons” kreisten.

Und deshalb danke ich Rainer aufrichtig für das Video mit Christoph und Michel Friedman beim Italiener: ein Dejavu…

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 :: Good things come to those who wait 

Um diese Lieblings-Guinness-Werbung auch noch adäquat loszuwerden:

die andere steht drüben in der Grid Gazette.

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 :: Beatles 3000 

Für Zeitreisende: ein Rückblick aus dem Jahre 3000 auf John, Paul, Greg und Scottie - die legendären Beatles.

Peter Glaser: “Also. Als ich mir mal in Ägypten einen Radiergummi mit Ramses dem Großen drauf gekauft habe, wurde das weiche Objekt kurz zu einem Meditationsobjekt. Ich habe mich gefragt, was Ramses der Große dazu gesagt haben würde, dass so die Zukunft ausieht – mit Ramsesradiergummis.” Oder die Beatles, die das Zeitalter der Oper beendeten und zum ersten Mal Musikstücke brachten, die kürzer als drei Stunden waren. Oder die Jahr um Jahr mehr Mitglieder bekamen. Oder warum Archäologen doch meist knapp daneben liegen…

Quelle: {quelle}  |  von majo am Morgen  1x Senf , 218x besichtigt |   aus: Daily Bizzar   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

::: 26. August 2010

 :: Royal de Luxe in Handwerfen 

Rainer war in Antwerpen bei der Erscheinung der Riesen:
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... und er erzählt uns die Geschichte des Tauchers, seiner Hand und der kleinen Riesin:

Vor Zeiten soll ein nicht besonders freundlicher Riese den Fluss bewacht und von allen Schiffern und Fischern Wegezoll erpresst haben. Das stank dem römischen Legionär Silvio Brabo so sehr, dass er einen Kampf mit ihm anzettelte und sogar gewann. Dem besiegten Riesen schlug der die Hand ab und warf sie in die Schelde. Das war das Handwerfen, oder auf niederländisch “(H)Ant werpen”. Der Auftritt der großen Puppen war dieser Legende gewidmet.

Und er erzählt uns die Geschichte von der Begegnung mit der kleinen Riesin und dem Taucher. Und wie er nun träumt, die Riesen einmal nach Düsseldorf zu holen…

Ein unbekannter Londoner schrieb es auf die Website von The Sultans Elephant:

... das bezaubernste, spektakulärste und schönste Märchenstück, das ich wahrscheinlich jemals sehen werde. Ich empfinde heute die seltsamsten Dinge, Gefühle zwischen Kummer und Freude: Trauer, dass ich das wunderbare Mädchen oder diesen gigantischen Elefant nie wieder sehen werde, und Glück, weil ich den Vorzug hatte, sie zu erleben. Danke, dass ihr mich daran erinnert habt, wie es ist, ein Kind zu sein, und dass Zynismus kein Lebensinhalt ist.

[Royal de Luxe, bei IT&W: The Sultans Elephant, Wenn Giganten sich finden, Die Riesen in Berlin]

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::: 25. August 2010

 :: Was die Schwalben sagen 

Und ich werde mich niederlassen,
denn das Alter macht mich ein wenig schwer,
auf Maltas weißen Terrassen
zwischen blauem Himmel und blauem Meer.

Théophile Gautier: Was die Schwalben sagen

Quelle: {quelle}  |  von majo am Nachmittag  0x Senf , 150x besichtigt |   aus: Things I found under my bed   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

 :: Das Flugschiff 

Die Zeit der fliegenden Schiffe [via Dark Roasted Blend]:
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Zigarren an Bord des fliegenden Giganten rauchen, mit einer brünetten Lady die Suche nach einem antiken Schatz diskutieren, feststellen, dass sie wahrscheinlich ein rivalisierender Spion ist…

Quelle: {quelle}  |  von majo am Nachmittag  0x Senf , 140x besichtigt |   aus: Steampunk   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

::: 24. August 2010

 :: Das Ratinger Hof-Buch 

Der ”Ratinger Hof” war eine Kneipe in der Ratinger Straße in Düsseldorf. Obwohl der Laden aussah wie die Trinkhalle gegenüber der Volksschule, gab es hier in den frühen 70er Jahren Kunst und ab 1977 Punk. Deutsche Bands wie Mittagspause, DAF und Fehlfarben wurden dort gegründet, Bands aus den USA und England wie Pere Ubu und Wire hatten im Hof ihre ersten Auftritte in Deutschland.
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Unser rheinisches Urgestein aus London, Ralf “The Cartoonist” Zeigermann, hat es sich nicht nehmen lassen, aus seinen Erinnerungen und vielen Dokumenten ein Buch zu machen, das die wilden Jahre 1977 bis 1985 dokumentiert, und das so springlebendig ist, dass es in einer Blechdose verstaut werden mußte. Ich habe das Buchprojekt von Anfang an mit Argusaugen verfolgt, weil es vor Ralfs Ratinger Hof-Zeit noch eine andere Ratinger Hof-Zeit gab, in der langhaarige bekiffte Gammler dort halbnackt herumsprangen, und die nun ganz leise im Sand der Zeit versinkt.

Das “Ratinger Hof-Buch” wurde herausgegeben und gestaltet von Ralf Zeigermann und verlegt bei Robert Wiegner. Es hat 168 Seiten, kann ab 31.8.2010 bei jeder Buchhandlung oder bestellt werden und kostet 44 Euro (mit Dose).  Das “Ratinger Hof-Buch”  muss von jedem Leser der IT&W, der Mac Essentials und der Grid Gazette mindestens einmal geordert werden, sonst rede ich nicht mehr mit euch.

Update: der Bierdeckel! Ich hab den Bierdeckel vergessen! Dem Buch liegt nämlich auch ein Bierdeckel bei, der in Wirklichkeit die Repro eines Tickets für ein Wire-Konzert von 1978 ist.

Quelle: {quelle}  |  von majo zur Pipistunde  4x Senf , 487x besichtigt |   aus: Things I found under my bed   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

::: 20. August 2010

 :: Salvatore Dali bei “Was bin ich?” 

... genaugenommen bei “What’s my line?”, der US-Urform des “heiteren Beruferatens” mit Robert Lembke:

Allerbestes Fernsehen und sehr surreal - was eigentlich dasselbe ist… [via Stephen Fry].

Quelle: {quelle}  |  von majo am mittelfrühen Morgen  0x Senf , 179x besichtigt |   aus: Daily Bizzar   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

::: 19. August 2010

 :: The Old Fart Competition (58) 

Gänsehautmusik mit Inga Rumpf und Frumpy, glorreiche Recken des deutschen Rocks: »How The Gypsy Was Born« mit Jean-Jacques Kravetz an der Schweineorgel, courtesy of SWR

Dann folgt »Green Onions« von Booker T & The M.G.s: M.G. steht für Memphis Group, und damit ist auch gleich das Genre klar. Das war übrigens eine reine Instrumentalband, trotzdem schafften sie mit »Green Onions« 1967 über eine Million Verkäufe. Die Nummer verdanken wir der Rainer’schen Post.

Den grausamen Schluss bildet meine Auswahl: »Coming to Take Me Away Haha« von Napoleon XIV (aka Jerry Samuels) von 1966. Der Grund für den Wahnsinn des Protagonisten ist übrigens nicht eine verlorene Liebe, wie viele herauszuhören glauben, sondern ein entlaufener Hund. Der Interpret ist eine Klappmaulpuppe aus der Puppets in Motion-Familie. Und weil das Stück keine Noten hat, konnte es nicht als Musikstück geschützt werden - stattdessen erhielt es ein Copyright als Vortrag…

Quelle: {quelle}  |  von majo frühabends  0x Senf , 173x besichtigt |   aus: Old Fart Competition II   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

 :: Ansicht des Stanhope Abner’schen Phasenumformers 

Der verloren geglaubte Phasenumformer des »Iron Mule« von Dr. Percy Stanhope Abner:
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wir zeigen hier eine Aufnahme von der Pumpenseite - die Seite mit dem Virtualitäts-Singularitäts-Æthertunnel bleibt weiterhin das unlösbare Rätsel einer hochstehenden Technologie. Fast exakt 112 Jahre nach seinem Verschwinden und ein Jahr nach dem Wiederauftauchen des »Eisernen Maulwurfs« findet sich auch dieser rätselhafte Teil des Antriebs wieder - höchst zufällig (?) beim Kollegen Zeigermann.

Quelle: {quelle}  |  von majo am Nachmittag  1x Senf , 395x besichtigt |   aus: Steampunk   |   Permalink  | Liebe Redaktion...

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